Voraussetzungen, Möglichkeiten, Potentiale – der Putz der Zukunft!

Das IIT (Institute International Trendscouting) an der HAWK Hildesheim, Fakultät Gestaltung, Kompetenzfeld Farbdesign stellt sich seit über zehn Jahren auf vielen Gebieten der Grundlagenrecherche zur Vergangenheitsbetrachtung, der Trend- und Zukunftsforschung sowie spezifischer  Material- und Oberflächenentwicklungen und ist langjähriger Partner des Institutes für internationale Architektur Dokumentation/ Detailresearch. Den Fragen, wie wir zukünftig Leben, Wohnen, Arbeiten, Räume gestalten oder welchen Einfluss neue Mobilitätskonzepte oder das Thema Industrie 4.0 auf  Gestaltung haben stellen wir uns täglich im Expertenverbund.

 

Worklabs in Frankfurt, Broschüre zum download!

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Werden Sie Zukunftsexperte: Einladung Worklabs 28. und 29.9.

Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit architektonische Zukunftseinschätzungen den kommenden vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in der Zukunft auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie im Namen der HAWK Hildesheim, der DAW und der Fachgruppe Putz & Dekor des VDL zur Teilnahme an einem Zukunfts- Workshop zum Thema Stadt, Raum, Gestaltung ein.

Gemeinsam werden Sie nach den Methoden des Instituts für Zukunftsforschung IIT der HAWK über gesteuerte Diskurse zu neuen Erkenntnissen gelangen. Themen wie Lebens- und Stadtgestaltung, sowie Architektur, Fassade, Oberflächen und zukunftsfähige Materialien stehen dabei im Fokus. Sie kreieren unter Anleitung Zukunftsszenarien und zeigen so mögliche Denkmuster für eine wahrscheinliche Zukunftsgestaltung auf. Die entstandenen Szenarien werden im Dialog gemeinsam weiterentwickelt und verdichtet und vermitteln Ihnen unerwartete Inspiration für die tägliche Arbeit. Der Zukunfts- Workshop finden am 28. und 29. September 2017 von 09:00 bis 17:00 Uhr im Haus am Dom/ FFM statt. Wir bieten dazu eine exklusive Bausstellenführung des neuen Dom Römer Areals an.

Pro Workshop stehen max. 15 Plätze zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Über Ihre Anmeldung unter worklab@iit-hawk.de würden wir uns sehr freuen.

 

PROGRAMM

09:00 Begrüßung/Empfang

09:15 ▸ Einblicke in die Forschungsarbeit rendering/CODES

▸ WorkLab/ Zukunftsszenarien

▸ Bausstellenführung Dom Römer

17:00 Ende der Veranstaltung

Anmeldung unter: worklab@iit-hawk.de

 

ORT
Haus am Dom/ Domplatz 3
60311 Frankfurt a. Main

 

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rendering/Codes: Worum geht es dabei?

Die Fachgruppe Putz und Dekor, des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie sowie andere Industrie- und Handwerkerverbände  stellen sich dem Thema „Zukunft Putz- Codierungen der Zukunft“ und fordern Planer, Architekten und Gestalter auf das Produkt PUTZ „neu und zukunftsfähig zu denken und einzustellen“.

(1) Das Konzept der Studie renderingCODES sieht vor, nach dem Leitmotiv „Zukunft braucht Herkunft“, analytische, erzählende, bildhafte wie auch materialhafte, gestalterische und emotionale Einblicke in die Gegenwarts- und Zukunftsbetrachtung als Szenarien zu präsentieren.

(2) Zunächst können wir Stadt und Raum aus Sicht der Städteplaner und Architekten, also „von Oben“ betrachten. Ein Perspektivwechsel, hin zur Materialität, Oberfläche oder farblichen Struktur wäre eher die Sicht der Produktdesigner und Gestalter.

(3) Der Werkstoff Putz für  Fassaden und in Innenräumen stellt eine exemplarische Werkstoffgruppe dar, die einen wesentlichen  Teil unserer europäischen Bau- und Gestaltungskultur ausmacht. In Verbindung mit lokalen Baustoffen, wie Stein oder Holz prägen Putzbauten eine Vielzahl historisch herausragenden Platz- oder Fassadengestaltungen. Dabei existieren typische Farb- und Oberflächenprofile in den unterschiedlichen Regionen.

(4) In den letzten 25 Jahren sind in Deutschland allerdings deutliche Entwicklungen „eher weg vom Putz“ auszumachen. Farb- und Materialglobalisierung verdrängen zusätzlich regionale und landestypische „kulturelle Codierungen“.

(5) Das spezifische Thema Putz, als ein wichtiges Material unserer kulturellen Codierung im Stadtraum beschäftigt uns unter dem Titel “renderingCODES“ als Studie im Rahmen der Zukunftsforschung nun seit zwei Jahren. Dabei war zunächst eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart notwendig, die vergangene Strömungen, Trends und Stile und deren wesentliche gestalterische Charaktermerkmale der Architektur und Fassadengestaltung aufzeigt.

(6) Unsere Auswertungen der Architekturbetrachtung machen deutlich, dass wir aus einer Architekturkultur kommen in der bei öffentlichen und repräsentativen Gebäuden viele Jahrhunderte in Stein, Putz, Holz, Ton, Lehm bzw. regionalen Baustoffen gebaut wurde. Das Verhältnis von Mauer zu Maueröffnung lag bis vor ca. 50 Jahren meist zugunsten der Mauer, das heißt den Fassadenflächen.

Ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben sich diese Größen schrittweise verändert. Es wurde zunehmend mehr in Glas und Stahl, mit vorgehängten Fassaden und damit auch mit anderen Werkstoffen gebaut.

(7) Der seit der klassischen Moderne geltende Grundsatz „Form follows Function“ hat sich in der Gegenwart  ein Stück weit aufgelöst und Gestalter haben sich die Freiheit genommen die Fassaden und Oberflächen mit neuen Techniken und Materialien „ornamenthaft, vielschichtig, grafisch bis dekorativ“ zu gestalten.

(8) Die „ästhetische Produktentwicklung Putz“ hat sich bisher wenig spürbar an aktuellen Material-Wettbewerbern orientiert und stellt sich daher bis heute meist nur in den klassischen Körnungen oder den wiederbelebten historischen Oberflächentechniken dar.

(9) Basierend auf der Auswertung der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung hat das Institut IIT HAWK mit Experten und Studierenden narrativ und bildhaft gelagerte Szenarien zum Thema “renderingCODES“ gemeinsam entwickelt und stellt diese zunächst skizzenhaft und bildhaft als „wahrscheinlich mögliche Zukünfte“ dar.

(9.1) Aktuelle Codierungen von Putzstrukturen

– Glattputz/ Filzputz
– Feinputz 1- 3mm
– Kratzputz/ Körnung..
– Rillenputz

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Was erhoffen wir uns konkret von den Worklabs?

„Bei der Studie rendering/CODES arbeiten die Teilnehmenden im „mobilen Labor/WorkLab“ nach unserer Anleitung bildhafte Szenarien zur Fassade 2040 aus. Es werden so Codierungen zur Gebäudehülle, Architektur, Materialität, Oberfläche und spezifisch zum Putz der Zukunft ermittelt.“

(10)  Zum Beispiel werden Themen wie aktuelle technische Veränderungsprozesse beleuchtet: Durch parametrische Planungs- und Gestaltungsprozesse wird es seit ca. 5 Jahren unter anderem möglich über festgelegte Algorithmen Flächen dynamisch zu gliedern und diesen Prinzipien produktionstechnisch und gestalterisch umsetzen zu lassen. Dadurch können z.B. bis dahin tradierte Baustoffe wie Holz oder Klinker neu gedacht, gestaltet und an der Fassade inszeniert werden. Auch können nach diesem Prinzip VHF- Fassaden sehr dynamisch und kleinteilig „inszeniert“ werden.

(11) In den WorkLabs findet so eine Annäherung an das Thema Lebensumgebung, Stadtumfeld und Stadt statt, die durch einen gesteuerten Diskurs zur gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung oder Lebensgestaltung begleitet wird. In dieser Phase arbeiten wir im WorkLab über „Bildcollagen und Schlüsselbegriffe“.

(12) Die entstandenen Bildkompositionen stellen am Ende ein erwartetes, wahrscheinliches und aus Sicht der Teilnehmenden mögliches Zukunftsszenario dar. Die Häufigkeit und Zusammenstellung der jeweiligen Bild- und Textbausteine ist als „visuelles Commitment“, also bildhafte Abmachung, zu bezeichnen das von den Experten formuliert wird.

(13) Für die entstandene Szenarien und den darin verwendeten Architektur- und Rahmenvorstellungen werden in einem zweiten Schritt konkret Oberflächen zugeordnet. Dabei geht es nicht um eine finale Gestaltung einer Oberfläche sondern um den „Übertrag“ der Ideen und Erwartungen an diese als logische und sinnvolle Ergänzung der Gesamtszenarien. Die Erwartungen und Vorstellungen werden also bildhaft und stichwortartig ausgearbeitet und stellen in dieser Form für uns wichtige Beschreibungen von denkbaren „Zukunftsprodukten“ dar.

Wir sind überzeugt, dass wenn wir mit einer gut gestellten Frage zum Kern „eines Problems“ durchdringen können, uns dies dabei hilft, neue Einblicke und Sichtweisen zu erlangen. Diese wertvollen Einblicke und Denkmuster spielen wir in die Produkt- und Marketingabteilungen der Firmen und dem VDL zurück.

(14) Ein bisher häufig beschriebenes und dargestelltes Szenario geht davon aus, daß sich trotz rasanter technischer Entwicklungen, die unsere Kommunikation und unser Servicedenken (Fut.-CODE 1+2) nachhaltig beeinflussen wird, in der grundsätzlichen Stadtstruktur bis 2040 nichts signifikant ändert wird.  Möglicherweise werden Nachverdichtungsprozesse zum Beispiel Dachlandschaften (Fut.-CODE 3) verändern und neu definieren. Dabei könnten die verwendeten Baumaterialien vielmehr temporär (Fut.-CODE 4) , also auf z.B. 20- 30 Jahre geplant sein.

(15) Die Bauprozesse werden weiter automatisiert und über 3D-Druck oder Vorkonfektionierung (Fut.-CODE 5) industrialisiert. Die Industrie und das Handwerk werden sich dem anpassen und daraus neue Aufgabenfelder für sich erschließen. Die vorkonfektionierten Elemente sind nach dem Prinzip LEGO systemkompatibel und in jedem Fall ökologisch und nachhaltig eingestellt. Viele gehen auch davon aus, dass diese aus tradierten Baustoffen (Fut.-CODE 6- 9) generiert werden.

Ton, Lehm, Klinker, Holz etc. werden mit neuen Techniken kombiniert und intelligent weiterentwickelt, bleiben aber die Baustoffe der Zukunft. Die Entwicklung neuer Recycling- und Verbundwerkstoffe oder auch smart Materials werden dieses Portfolio ergänzen.

(16) Für die Oberfläche der Zukunft bedeutet das zum Beispiel, dass diese wohl den bisherigen klassischen haptischen und materialtechnischen Qualitäten entsprechen kann, aber durch Systembau, Nachhaltigkeitsaspekten und technischen Kompositionen weiterentwickelt werden wird. Konkret können sich einige Planer und Gestalter vorstellen, dass im Zeitalter des Internets der Dinge Materialien und damit auch Fassaden vor allem aber Innenraumwände neue Funktionen übernehmen (Fut.-CODE 10).

(17) In einem anderen Szenario gehen Experten von einem gesellschaftlichen Umdenken bzgl. Raumanspruch aus. Die Räume werden kleiner, offener, auch deshalb weil ein höherer Grad an Flexibilität bei gleichzeitiger „Bescheidenheit“ erwartet wird. Status wird neu definiert. Vielleicht ziehen ganze Hausmodule in Zukunft mit den Eigentümern um? Dieses Denken setzt noch intensiver auf Systembau als Möglichkeit einer flexiblen Nachverdichtung.

(18) In einem Szenario ist auch ein Umdenken in der Infrastruktur vorgesehen. Autonomes Fahren und die Sharing-  Kultur zwingt Städte Stück für Stück umzuplanen. Die Mobileinheit wird zum Serviceprodukt, dass gebucht und genutzt werden kann. Die unterschiedlichen Vorlieben werden durch unterschiedliche Themenmodelle befriedigt. Wohnen, leben und arbeiten findet ohne Grenzen an allen Orten statt. Der Sharing Gedanke überträgt sich nach dem Vorbild Airbnb auf viele Lebensbereiche. Wohnraum muss daher wandlungsfähig und vernetzt sein. Zwischen dem mobilen und immobilen verschwimmen die Grenzen. Das wiederum stellt Anforderungen an Materialität und Oberfläche. Diese müssen bestenfalls das Spektrum von technisch funktional bis sinnlich emotional bedienen.

(19) Die Forderung nach hoher Wandlungsfähigkeit führt ggfl. auch bei diesem Szenario zu einem lego- oder klettartigen System, bei dem die Oberflächen je nach Nutzungstyp oder Nutzungsphase gestaltet sind. Möglicherweise ist eine flexible Änderung in Zukunft auch nur ein Schritt in einer Programmierung, so dass die Oberflächen zum Beispiel schuppiger, strukturierter oder farblich anders eingestellt werden können.

(20) Wesentlich ist die immer wieder geäußerte Feststellung, dass die Durchdringung der Technik alle Lebensbereiche beeinflussen wird. Das Internet der Dinge, Digitalisierungsprozesse, 3D Druck etc. führen dazu, dass nahezu alles „vernetzt, smart und intelligent sowie On Demand verfügbar“ ist. Entsprechend sollten wir davon ausgehen, dass auch Fassaden und Wände „vernetzt, smart und intelligent“  sind und Informationen senden und verarbeiten.

Die Informationen die Hausfassaden selbst brauchen oder senden sind entweder funktional – energetisch, funktional- umweltreaktiv und/oder gestalterisch- informativ gelagert. Neue Werkstoffe werden sicherlich diese Spannbreite abdecken. Die Frage ist, wie wir tradierte Bausstoffe aufsetzen müssen, damit diese vergleichbar leistungs- und wandlungsfähig werden.

Ausblick – Wie geht es weiter? Die Fortführung der Studie renderingCODES/LAB als Roadshow:

Das mobile „Labor“ wird an unterschiedlichen Standorten (München April – Juni 2017, Frankfurt September- Oktober 2017) installiert, die Arbeit an der Studie wird nun praktisch und im interdisziplinären Dialog fortgesetzt. Ziel ist es mit mindestens 150 Experten und/ oder angehenden Experten Workshops durzuführen.

Getragen wird das Projekt in Phase II vom VdL/ Fachgruppe Putz und Dekor (Industrieverband) und der GHM/ FAF (Gesellschaft für Handwerkermessen). Für alle beteiligten Institutionen ist es wichtige ein Beitrag zur Entwicklung von PUTZ zu leisten, denn sowohl die Industrie als auch das Handwerk sind auf eine nachhaltige positive Entwicklung angewiesen.

Die genannten Institutionen wollen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung spezifisch zum Werkstoff Putz leisten. Doch wie?

Die Zukunftsforscher sind sich heute einig, daß vor allem durch „kritische und schwierige Fragestellungen“ und „Selbstreflexionen“ sowohl kleinere wie auch komplexe Systeme und Aufgaben erörtert und „Produkte“ so zukunftsfähig eingestellt werden können. Simon Sinek ist davon überzeugt immer erst nach dem Warum und dann erst nach dem Wie (Fertigung/ Produktion) oder dem Was (das Produkt oder die Dienstleistung) zu fragen. „Es sind die Antworten auf die Frage nach dem Warum die die relevanten Insights liefern“. Unsere Methode der Zukunftsforschung stellt Fragen, geht in Dialog und ermittelt Text- und Bildszenarien.

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Worklabs München: Melden Sie sich an!

Hiermit möchten wir Sie herzlich zum WorkLab „Zukunft Putz“ in der Lokalbaukommission in München am 01.06.2017 einladen.

Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit architektonische Zukunftseinschätzungen den kommenden vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in der Zukunft auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie im Namen der Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München, der Bayerischen Architektenkammer und der HAWK Hildesheim zur Teilnahme an einem Zukunfts-Workshop zum Thema Stadt, Raum, Gestaltung ein.

Im Anhang finden Sie einige weitere Informationen zum Workshop.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

Workshop_Zukunft_Putz_2017-06-01

Vernissage: Lokalbaukommission München

Einladung Ausstellung rendering/Codes und WorkLABs April/Mai 2017

Zukunft Putz | Eröffnung
Montag, 27. März 2017
ab 18.30 Uhr

Servicezentrum der Lokalbaukommission
Blumenstraße 19
80331 München

Forschungsprojekt und WorkLAB „Zukunft Putz“
Ausstellung „Fassade 1800 bis heute“

Besonders an der Fassade verliert das Material Putz immer mehr an Bedeutung. Dabei stellt der Werkstoff Putz einen Teil der europäischen Bau- und Gestaltungskultur dar. Wir haben uns dem Thema gestellt und sind dabei, das Produkt Putz „neu und zukunftsfähig zu denken“. Wie werden wir in der Zukunft leben und welchen Anforderungen muss sich die Architektur und speziell die Fassade stellen? Im Rahmen der rendering/CODES Ausstellung erhalten Sie einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse aus den bisherigen rendering/CODES WorkLABs und in die Zukunft von Putz und Oberfläche.

Auf ein Gespräch mit Ihnen freuen sich Vertreter von:

▸  HAWK / IIT Institute International Trendscouting

▸  DETAIL research, Institut für internationale Architektur-Dokumentation

  

     EröffnungsProgramm 27.03.2017

18:30  Begrüßung durch Stadtbaurätin

Prof. Dr. Elisabeth Merk

18:45  Einblicke in die Forschungsarbeit

rendering/CODES, Prof. M. Schlegel

19:30  Get-Together

 

Wie wird ausgewertet?

Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit architektonische Zukunftseinschätzungen den kommenden vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in der Zukunft auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie im Namen der Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München, der Bayerischen Architektenkammer und der HAWK Hildesheim zur Teilnahme an einem Zukunfts-Workshop zum Thema Stadt, Raum, Gestaltung ein.

In den WorkLabs findet so eine Annäherung an das Thema Lebensumgebung, Stadtumfeld und Stadt statt, die durch einen gesteuerten Diskurs zur gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung oder Lebensgestaltung begleitet wird. In dieser Phase arbeiten wir im WorkLab über „Bildcollagen und Schlüsselbegriffe“.

Die entstandenen Bildkompositionen stellen am Ende ein erwartetes, wahrscheinliches und aus Sicht der Teilnehmenden mögliches Zukunftsszenario dar. Die Häufigkeit und Zusammenstellung der jeweiligen Bild- und Textbausteine ist als „visuelles Commitment“, also bildhafte Abmachung, zu bezeichnen das von den Experten formuliert wird.

Für die entstandene Szenarien und den darin verwendeten Architektur- und Rahmenvorstellungen werden in einem zweiten Schritt konkret Oberflächen zugeordnet. Dabei geht es nicht um eine finale Gestaltung einer Oberfläche sondern um den „Übertrag“ der Ideen und Erwartungen an diese als logische und sinnvolle Ergänzung der Gesamtszenarien. Die Erwartungen und Vorstellungen werden also bildhaft und stichwortartig ausgearbeitet und stellen in dieser Form für uns wichtige Beschreibungen von denkbaren „Zukunftsprodukten“ dar.

Wir sind überzeugt, dass wenn wir mit einer gut gestellten Frage zum Kern „eines Problems“ durchdringen können, uns dies dabei hilft, neue Einblicke und Sichtweisen zu erlangen. Diese wertvollen Einblicke und Denkmuster spielen wir in die Produkt- und Marketingabteilungen der Firmen und dem VDL zurück.

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Vernissage: HAWK Hildesheim

WorkLab-Eröffnung und Netzwerk-Treffen
Einblicke in das Forschungsprojekt „Zukunft Putz“

Mittwoch, 22. Februar 2017
18.00 bis 22.00 Uhr
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Renatastr.11
31134 Hildesheim

Besonders an der Fassade verliert das Material Putz immer mehr an Bedeutung. Dabei stellt der Werkstoff Putz einen Teil der europäischen Bau- und Gestaltungskultur dar. Wir haben uns dem Thema gestellt und sind dabei, das Produkt Putz „neu und zukunftsfähig zu denken“. Wie werden wir in der Zukunft leben und welchen Anforderungen muss sich die Architektur und speziell die Fassade stellen? Im Rahmen der rendering/CODES Ausstellung erhalten Sie einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse aus den bisherigen rendering/CODES WorkLABs und einen Einblick in die Zukunft von Putz und Oberfläche.

Auf ein Gespräch mit Ihnen freuen sich:

▸  Prof. Markus Schlegel, Prof. Günter Lois Weber, Timo Rieke, Vertr.-Prof. HAWK / IIT Institute International Trendscouting

▸  Hon.-Prof. Meike Weber / DETAIL research, Institut für internationale Architektur-Dokumentation

 Programm

  • 18:00 Begrüßung/Empfang
  • 18:30 Verleihung Honorar-Professur
  • Ausstellungseröffnung
  • Einblicke in die Forschungsarbeit rendering/CODES
  • 19:30 Get-Together

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis 10. Februar 2017
unter projekte@detail.de  Die Personenzahl ist begrenzt.

Publikation: Geschichte der Fassade – 1800 bis Zukunft – jetzt bestellen

Die Studie rendering/CODES erforscht nach einem festgelegten Methodenkanon in einem interdisziplinären Verbund von Experten aus Wissenschaft, Gestaltung, Handwerk und Industrie aktuelle Zukunfts- und Trendphänomene im Bereich Putz.

Was kann die Studie leisten und welche Parameter werden beleuchtet? Das IIT (Institute International Trendscouting) an der HAWK Hildesheim betreibt auf Basis einer umfassenden Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart der Fassadengestaltung, Grundlagenrecherche zur Zukunftsforschung. Indem vergangene Strömungen, Trends und Stile sowie deren wesentliche Charaktermerkmale aufgezeigt werden, können die verschiedenen Einflussfaktoren auf den späteren Gestaltungsprozess unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen wissenschaftlich erforscht und dargestellt werden.

Unter Berücksichtigung der dabei gezeigten epochalen Sequenzphänomene können zukünftige Themen und Szenarien gewichtet und die Entwicklung von Zukunftsmodellen ermöglicht werden. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Lebensmodelle, gesellschaftlicher und technischer Entwicklungen, sowie der Darstellung von Sehgewohnheiten stecken wir mit der Studie rendering/CODES die Grenzen der Machbarkeit neuer Entwicklungen ab, die in einem anschließenden WorkLab erarbeitet werden sollen.

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FAF Messestand

Die Weiterführung der Studie rendering/CODES ist das WorkLab auf der Messe „Farbe – Ausbau & Fassade“, welche im März 2016 in München stattfindet.

In dem mobilen Labor soll in mehreren Etappen zwischen 2016 und 2018, auf Basis der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtungen, an Zukunftsszenarien zum Thema Putz der Zukunft geforscht und entwickelt werden. Über unterschiedliche Befragungsmethoden und Workshops, mit Teilnehmern aus den Bereichen Lehre, Architektur, Gestaltung, Designmanagement oder -wissenschaft sowie Soziologie soll im ersten Schritt die „DNA oder Zukunftscodierung – rendering/CODES“ entstehen. Die Ergebnisse werden in einem zweiten Schritt über gesteuerte Diskurse zu Themen wie Lebens- und Stadtgestaltung oder zukunftsfähigen Oberflächen- und Materialentwicklungen mit Fachleuten aus Architektur, Gestaltung, Industrie, Handwerk und Politik verdichtet und stoßen bestenfalls neue Produktentwicklungen an. Die bisher vom IIT HAWK entwickelten skizzenhaften Szenarien zeigen mögliche Denkmuster und Richtungen auf, die vor Ort hinterfragt und weiterentwickelt werden.

Die Frage: „Wie sieht der Putz der Zukunft aus?“ begleitet den gesamten Prozess.

 

IIT Messestand März 2016 FAF München
IIT Messestand FAF München März 2016

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Hochschulprojekt: Zukunft Putz

Die Ansätze und Inhalte der Szenarien basieren auf wesentlichen Tendenzen sogenannter Trends oder Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung oder Nachhaltigkeit. Die Kreation der Szenarien baut dabei bereits sichtbare und spürbare Veränderungen und Entwicklungen aus Gesellschaft, Technik und Produktentwicklung, wie zum Beispiel das Thema der Optionensouveränität, der Dualität, der Erwartungen an Smart-Materials oder der reaktiven oder interaktiven Oberflächen mit ein.

Die Szenarien nähern sich auf der einen Seite der Aufgabe bisher gesetzte Denkmuster in Frage zu stellen, auf der anderen Seite sollen Traditionen bis aktuellste Entwicklungen in Richtung mögliche Zukunft weiter fortgeschrieben werden. So setzten sich die hier vorgestellten Darstellungen zum Beispiel mit der Modifikation von Zuschlagstoffen oder gar mit neuen innovativen Applikationstechniken auseinander. Auch die Frage, ob der Putz der Zukunft zwingend fugenlos sein muss oder ob hierbei nicht auch modular zu denken ist, wird bildhaft narrativ diskutiert. Andere Denkweisen setzen sich eher mit den Wand und Putzsystemen auseinander und skizzieren in diesem Zusammenhang die Option das heute primär funktional gelagerte Armierungsgewebe zu einem sichtbaren gestalterischen Element zu machen, um so an der Architektur-Oberfläche eine Vielzahl von spannenden Strukturen und authentischen Materialtypologien entstehen zu lassen. Bei allen Darstellungen schwingen die Themen Nachhaltigkeit, Smart-Materials und Materialauthentizität, aber auch Gedanken zum aktuellen Thema Craftmanship mit.

Vorankündigung Messe FAF

Die Studie zur Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsbetrachtung der Baumaterials Putz „rendering /CODES – Zukunft Putz“ und deren Ergebnisse werden erstmalig auf der FAF vom 02. bis 05. März 2016 in München vorgestellt sowie diskutiert.