rendering/Codes: Worum geht es dabei?

Die Fachgruppe Putz und Dekor, des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie sowie andere Industrie- und Handwerkerverbände  stellen sich dem Thema „Zukunft Putz- Codierungen der Zukunft“ und fordern Planer, Architekten und Gestalter auf das Produkt PUTZ „neu und zukunftsfähig zu denken und einzustellen“.

(1) Das Konzept der Studie renderingCODES sieht vor, nach dem Leitmotiv „Zukunft braucht Herkunft“, analytische, erzählende, bildhafte wie auch materialhafte, gestalterische und emotionale Einblicke in die Gegenwarts- und Zukunftsbetrachtung als Szenarien zu präsentieren.

(2) Zunächst können wir Stadt und Raum aus Sicht der Städteplaner und Architekten, also „von Oben“ betrachten. Ein Perspektivwechsel, hin zur Materialität, Oberfläche oder farblichen Struktur wäre eher die Sicht der Produktdesigner und Gestalter.

(3) Der Werkstoff Putz für  Fassaden und in Innenräumen stellt eine exemplarische Werkstoffgruppe dar, die einen wesentlichen  Teil unserer europäischen Bau- und Gestaltungskultur ausmacht. In Verbindung mit lokalen Baustoffen, wie Stein oder Holz prägen Putzbauten eine Vielzahl historisch herausragenden Platz- oder Fassadengestaltungen. Dabei existieren typische Farb- und Oberflächenprofile in den unterschiedlichen Regionen.

(4) In den letzten 25 Jahren sind in Deutschland allerdings deutliche Entwicklungen „eher weg vom Putz“ auszumachen. Farb- und Materialglobalisierung verdrängen zusätzlich regionale und landestypische „kulturelle Codierungen“.

(5) Das spezifische Thema Putz, als ein wichtiges Material unserer kulturellen Codierung im Stadtraum beschäftigt uns unter dem Titel “renderingCODES“ als Studie im Rahmen der Zukunftsforschung nun seit zwei Jahren. Dabei war zunächst eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart notwendig, die vergangene Strömungen, Trends und Stile und deren wesentliche gestalterische Charaktermerkmale der Architektur und Fassadengestaltung aufzeigt.

(6) Unsere Auswertungen der Architekturbetrachtung machen deutlich, dass wir aus einer Architekturkultur kommen in der bei öffentlichen und repräsentativen Gebäuden viele Jahrhunderte in Stein, Putz, Holz, Ton, Lehm bzw. regionalen Baustoffen gebaut wurde. Das Verhältnis von Mauer zu Maueröffnung lag bis vor ca. 50 Jahren meist zugunsten der Mauer, das heißt den Fassadenflächen.

Ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben sich diese Größen schrittweise verändert. Es wurde zunehmend mehr in Glas und Stahl, mit vorgehängten Fassaden und damit auch mit anderen Werkstoffen gebaut.

(7) Der seit der klassischen Moderne geltende Grundsatz „Form follows Function“ hat sich in der Gegenwart  ein Stück weit aufgelöst und Gestalter haben sich die Freiheit genommen die Fassaden und Oberflächen mit neuen Techniken und Materialien „ornamenthaft, vielschichtig, grafisch bis dekorativ“ zu gestalten.

(8) Die „ästhetische Produktentwicklung Putz“ hat sich bisher wenig spürbar an aktuellen Material-Wettbewerbern orientiert und stellt sich daher bis heute meist nur in den klassischen Körnungen oder den wiederbelebten historischen Oberflächentechniken dar.

(9) Basierend auf der Auswertung der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung hat das Institut IIT HAWK mit Experten und Studierenden narrativ und bildhaft gelagerte Szenarien zum Thema “renderingCODES“ gemeinsam entwickelt und stellt diese zunächst skizzenhaft und bildhaft als „wahrscheinlich mögliche Zukünfte“ dar.

(9.1) Aktuelle Codierungen von Putzstrukturen

– Glattputz/ Filzputz
– Feinputz 1- 3mm
– Kratzputz/ Körnung..
– Rillenputz

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Vernissage: Lokalbaukommission München

Einladung Ausstellung rendering/Codes und WorkLABs April/Mai 2017

Zukunft Putz | Eröffnung
Montag, 27. März 2017
ab 18.30 Uhr

Servicezentrum der Lokalbaukommission
Blumenstraße 19
80331 München

Forschungsprojekt und WorkLAB „Zukunft Putz“
Ausstellung „Fassade 1800 bis heute“

Besonders an der Fassade verliert das Material Putz immer mehr an Bedeutung. Dabei stellt der Werkstoff Putz einen Teil der europäischen Bau- und Gestaltungskultur dar. Wir haben uns dem Thema gestellt und sind dabei, das Produkt Putz „neu und zukunftsfähig zu denken“. Wie werden wir in der Zukunft leben und welchen Anforderungen muss sich die Architektur und speziell die Fassade stellen? Im Rahmen der rendering/CODES Ausstellung erhalten Sie einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse aus den bisherigen rendering/CODES WorkLABs und in die Zukunft von Putz und Oberfläche.

Auf ein Gespräch mit Ihnen freuen sich Vertreter von:

▸  HAWK / IIT Institute International Trendscouting

▸  DETAIL research, Institut für internationale Architektur-Dokumentation

  

     EröffnungsProgramm 27.03.2017

18:30  Begrüßung durch Stadtbaurätin

Prof. Dr. Elisabeth Merk

18:45  Einblicke in die Forschungsarbeit

rendering/CODES, Prof. M. Schlegel

19:30  Get-Together

 

Vernissage: HAWK Hildesheim

WorkLab-Eröffnung und Netzwerk-Treffen
Einblicke in das Forschungsprojekt „Zukunft Putz“

Mittwoch, 22. Februar 2017
18.00 bis 22.00 Uhr
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Renatastr.11
31134 Hildesheim

Besonders an der Fassade verliert das Material Putz immer mehr an Bedeutung. Dabei stellt der Werkstoff Putz einen Teil der europäischen Bau- und Gestaltungskultur dar. Wir haben uns dem Thema gestellt und sind dabei, das Produkt Putz „neu und zukunftsfähig zu denken“. Wie werden wir in der Zukunft leben und welchen Anforderungen muss sich die Architektur und speziell die Fassade stellen? Im Rahmen der rendering/CODES Ausstellung erhalten Sie einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse aus den bisherigen rendering/CODES WorkLABs und einen Einblick in die Zukunft von Putz und Oberfläche.

Auf ein Gespräch mit Ihnen freuen sich:

▸  Prof. Markus Schlegel, Prof. Günter Lois Weber, Timo Rieke, Vertr.-Prof. HAWK / IIT Institute International Trendscouting

▸  Hon.-Prof. Meike Weber / DETAIL research, Institut für internationale Architektur-Dokumentation

 Programm

  • 18:00 Begrüßung/Empfang
  • 18:30 Verleihung Honorar-Professur
  • Ausstellungseröffnung
  • Einblicke in die Forschungsarbeit rendering/CODES
  • 19:30 Get-Together

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis 10. Februar 2017
unter projekte@detail.de  Die Personenzahl ist begrenzt.

FAF Messestand

Die Weiterführung der Studie rendering/CODES ist das WorkLab auf der Messe „Farbe – Ausbau & Fassade“, welche im März 2016 in München stattfindet.

In dem mobilen Labor soll in mehreren Etappen zwischen 2016 und 2018, auf Basis der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtungen, an Zukunftsszenarien zum Thema Putz der Zukunft geforscht und entwickelt werden. Über unterschiedliche Befragungsmethoden und Workshops, mit Teilnehmern aus den Bereichen Lehre, Architektur, Gestaltung, Designmanagement oder -wissenschaft sowie Soziologie soll im ersten Schritt die „DNA oder Zukunftscodierung – rendering/CODES“ entstehen. Die Ergebnisse werden in einem zweiten Schritt über gesteuerte Diskurse zu Themen wie Lebens- und Stadtgestaltung oder zukunftsfähigen Oberflächen- und Materialentwicklungen mit Fachleuten aus Architektur, Gestaltung, Industrie, Handwerk und Politik verdichtet und stoßen bestenfalls neue Produktentwicklungen an. Die bisher vom IIT HAWK entwickelten skizzenhaften Szenarien zeigen mögliche Denkmuster und Richtungen auf, die vor Ort hinterfragt und weiterentwickelt werden.

Die Frage: „Wie sieht der Putz der Zukunft aus?“ begleitet den gesamten Prozess.

 

IIT Messestand März 2016 FAF München
IIT Messestand FAF München März 2016

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Vorankündigung Messe FAF

Die Studie zur Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsbetrachtung der Baumaterials Putz „rendering /CODES – Zukunft Putz“ und deren Ergebnisse werden erstmalig auf der FAF vom 02. bis 05. März 2016 in München vorgestellt sowie diskutiert.