Hochschulprojekt: Zukunft Putz

Die Ansätze und Inhalte der Szenarien basieren auf wesentlichen Tendenzen sogenannter Trends oder Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung oder Nachhaltigkeit. Die Kreation der Szenarien baut dabei bereits sichtbare und spürbare Veränderungen und Entwicklungen aus Gesellschaft, Technik und Produktentwicklung, wie zum Beispiel das Thema der Optionensouveränität, der Dualität, der Erwartungen an Smart-Materials oder der reaktiven oder interaktiven Oberflächen mit ein.

Die Szenarien nähern sich auf der einen Seite der Aufgabe bisher gesetzte Denkmuster in Frage zu stellen, auf der anderen Seite sollen Traditionen bis aktuellste Entwicklungen in Richtung mögliche Zukunft weiter fortgeschrieben werden. So setzten sich die hier vorgestellten Darstellungen zum Beispiel mit der Modifikation von Zuschlagstoffen oder gar mit neuen innovativen Applikationstechniken auseinander. Auch die Frage, ob der Putz der Zukunft zwingend fugenlos sein muss oder ob hierbei nicht auch modular zu denken ist, wird bildhaft narrativ diskutiert. Andere Denkweisen setzen sich eher mit den Wand und Putzsystemen auseinander und skizzieren in diesem Zusammenhang die Option das heute primär funktional gelagerte Armierungsgewebe zu einem sichtbaren gestalterischen Element zu machen, um so an der Architektur-Oberfläche eine Vielzahl von spannenden Strukturen und authentischen Materialtypologien entstehen zu lassen. Bei allen Darstellungen schwingen die Themen Nachhaltigkeit, Smart-Materials und Materialauthentizität, aber auch Gedanken zum aktuellen Thema Craftmanship mit.